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Die Lebenserwartung in der Schweiz ist erfreulich hoch. Aber sie hat auch Konsequenzen auf die Finanzierung unserer Altersvorsorge; AHV und Pensionskassen sind in Schieflage.

In der AHV gibt es immer weniger Einzahlende und immer mehr Beziehende. Ähnlich wird das eigene in der Pensionskasse aufgesparte Vermögen im Alter für immer mehr Jahre nach der Pension gebraucht.

Es gibt eigentlich nur drei Lösungsvarianten für dieses Problem; die Bezüge werden gekürzt, die Einzahlungen (über die Lohnbeiträge oder die Mehrwertsteuer) werden erhöht oder das Rentenalter wird angehoben.

Drei konkrete Forderungen

  • Das Rentenalter an die durchschnittliche Lebenserwartung koppeln.

  • Eine Säule 3b einrichten, in der man für Umschulungen und Weiterbildungen im Alter spart.

  • Mit der Legalisierung von Cannabis eine neue Einnahmequelle für die AHV erschliessen.

Meine Schwerpunkte in der Vorsorge

Reform der Altersvorsorge

Kürzungen sind kein gangbarer Weg

Die Kürzungen der AHV-Renten sind für mich absolut kein gangbarer Weg. Schon heute ist Altersarmut weit verbreitet und viele ältere Menschen leben bereits am Existenzminimum. Hier sollte man nicht noch weiter kürzen, sondern bei Bedarf (nicht vorhandener PK) erhöhen. Bei der Pensionskasse hingegen ist eine Anpassung des Umwandlungssatzes an die Lebenserwartung und damit die Kürzung der jährlichen Rente, so dass sie für alle Lebensjahre reicht notwendig.

Höhere Beiträge und neue Einnahmequellen

Die zweite Variante ist mehr einbezahlen. Neben den Lohnbeiträgen und der Mehrwertsteuer, die in die AHV fliessen, gibt es noch weitere potentielle Finanzierungsmöglichkeiten. Schon heute fliessen Steuereinnahmen aus Tabakprodukten und Alkohol in unsere AHV. Eine weiter Einnahmequelle könnte die Legalisierung und Besteuerung von Cannabis bedeuten. Ausserdem wäre es auch möglich, weitere ungesunde Konsumgüter, wie z.B. Zucker, zu besteuern. Durch die Verteuerung erreicht man Mehreinnahmen für die AHV und lenkt gleichzeitig das Verhalten der Konsumenten hin zu mehr Gesundheit.

Das Rentenalter an die Lebenserwartung koppeln

Die dritte Lösung ist die Anhebung des Rentenalters. Eine Koppelung des Rentenalters an die durchschnittliche Lebensdauer von uns Menschen kann das Finanzierungsproblem in den Pensionskassen sofort lösen und damit verhindern, dass zur Schliessung der Finanzierungslücke die Vermögen der jungen eigentlich für sich selbst einzahlenden Berufstätigen zweckentfremdet wird. Auch der Druck auf die AHV wird vermindert, wenn auch nicht gelöst. Da das Finanzierungsproblem der AHV vor allem mit der Altersstruktur der Bevölkerung zusammenhängt.