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Die grössten Herausforderungen unserer Zeit sind global. Unsere Antworten darauf müssen auch global sein.

Ich wünsche mir eine offene und vernetzte Schweiz, welche die Globalisierung als Chance versteht. Wir müssen international Antworten auf die grossen Herausforderungen unserer Zeit finden.

Gleichzeitig wünsche ich mir eine Schweiz, die ihre  globale Verantwortung wahrnimmt, welche den Einfluss unseres Konsums, unseres Finanzplatzes, unserer Rüstungsindustrie und der Konzerne mit Sitz in der Schweiz auf den Rest der Welt versteht und entsprechend handelt, um die Welt besser zu machen.

Drei konkrete Forderungen

  • Konzerne mit Sitz in der Schweiz müssen die Menschenrechte auch im Ausland achten. Darum unterstütze ich die Konzernverantwortungsinitiative.

  • In schweizerische Freihandelsabkommen müssen verbindliche Menschenrechts- und Umweltschutzklauseln eingebaut werden.

  • Kriegsmaterialexporte in Bürgerkriegsländer oder Länder, in denen Menschenrechte verletzt werden, sollen verboten werden.

Meine Schwerpunkte in der Aussenpolitik

Wo muss die Schweiz ihre globale Verantwortung wahrnehmen?

Konzernverantwortung

Immer wieder verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und ignorieren minimale Umweltstandards. Glencore vergiftet Flüsse im Kongo und die Luft in Sambia. Der Basler Konzern Syngenta verkauft tödliche Pestizide, die bei uns schon lange verboten sind. Und Schweizer Goldraffinerien beziehen Rohgold aus Kinderarbeit. Es darf nicht sein, dass der Unternehmensgewinn höher gewichtet wird als der Schutz von Mensch und Umwelt. Die Rechte jedes einzelnen Menschen haben einen Wert, der für mich über dem wirtschaftlichen Erfolg einzelner Firmen stehen muss – immer!

Keine Waffenexporte in Bürgerkriegsländer oder Länder, wo Menschenrechte nicht eingehalten werden

Während für mich Kriegsmaterialexporte in Demokratien, welche die Menschenrechte achten, akzeptabel sind, wie beispielsweise Deutschland, Frankreich oder Kanada. Gibt es für mich klare rote Linien, welche wir als Land mit einer humanitären Tradition nicht überschreiten können. Die Schweiz soll kein Kriegsmaterial in Bürgerkriegsländer oder in Länder, in denen Menschenrechte missachtet werden, exportieren – das schliesst auch z.B. Länder wie Saudi Arabien ein, welche Frauenrechte missachten. Und schlussendlich werden Waffen immer für eines eingesetzt – Krieg. Wer Krieg säht, wird Flüchtende ernten.

Ein nachhaltiger Schweizer Finanzsektor

Der Finanzplatz Schweiz (Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und Pensionskassen) verursacht mit seinen weltweiten Kapitalanlagen in fossile Energien jährlich rund 1100 Millionen Tonnen CO2. Zum Vergleich; alle Schweizer Haushalte und Unternehmen stossen jedes Jahr knapp 50 Millionen Tonnen CO2 aus. Die Schweizer Banken sollen deswegen schrittweise aus der Finanzierung von Unternehmen, die mit Kohle und Teersand Geschäfte machen, aussteigen. Auch Versicherer sollen bis 2050 keine Unternehmen mehr versichern, die einen Grossteil ihrer Energieproduktion mit fossilen Brennstoffe erzielen.