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Die Klimakatastrophe wird immer mehr zu einer existentiellen Bedrohung für die Menschheit - und damit zur grössten Herausforderung unserer Zeit.

Die Konsequenzen des Klimawandels werden immer drastischer sichtbar – auch in der Schweiz, wo wir häufiger von Hitzewellen geplagt werden und die Winter immer schneearmer werden.

Um die Klimakrise abzuwenden, muss die Erderwärmung auf einen Anstieg deutlich unter 2 Grad – möglichst 1,5 Grad Celsius – beschränkt werden. Deshalb braucht es jetzt ein überzeugtes All-In in der Klimapolitik. Bis 2050 müssen wir unsere Treibhausgasemissionen zur Umsetzung des Abkommen von Paris auf netto Null zu reduzieren.

Drei konkrete Forderungen

  • eine umfassende Klimaabgabe auf alle Treibhausgas-Emissionen, welche hälftig in die Förderung nachhaltiger Alternativen investiert und hälftig zurück verteilt werden soll.

  • Um Mobilität generell zu vermeiden, soll in möglichst allen Unternehmen mindestens ein Tag Home Office oder Arbeit in einem Co-Working Space ermöglicht werden.

  • Finanzmarktakteure wie Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und Pensionskassen in der Schweiz sollen verpflichtet werden, schrittweise aus der Finanzierung von fossilen Energieträgern auszusteigen.

Meine Schwerpunkte für ein gesundes Klima

Ein 6-Punkte Plan für nachhaltige Mobilität

Zug statt Flug

Fliegen ist die klimaschädlichste Form der Mobilität. Ein Flug von Zürich nach Neuseeland und zurück verursacht pro Person so viel Treibhausgase wie eine Einzelperson in der Schweiz im durchschnitt in acht Monaten verursacht. Ich unterstütze deswegen die Einführung einer Flugticketabgabe, deren Höhe in Abhängigkeit der während dem Flug ausgestossenen Treibhausgase berechnet wird. Vor allem die Langstreckenflüge sind ausgesprochen klimaschädlich, so werden diese wieder etwas, das man sich nicht ständig leisten kann. Da Reisen etwas Wunderschönes und sehr Bereicherndes ist, soll das Fliegen nicht einfach verboten werden, aber es soll seinen Preis haben, so dass es auch wieder zu etwas besonderem wird. Um Kurzstreckenflüge zu vermeiden müssen vor allem die Alternative attraktiver werden. Deswegen braucht es einen gezielten Ausbau des Nachtzug-Netzes in Europa.

Autofahrer in den ÖV lenken

Autofahren schädigt das Klima und verursacht dadurch Kosten. Diese Kosten müssen in den Preis des Autofahrens inkludiert werden. Wird das Autofahren nämlich teurer, steigen mehr Leute auf andere klimaschonende Alternativen um, wie beispielsweise den Zug. Ich unterstütze deswegen eine Abgabe auf Treibstoffe, die, ähnlich wie die Abgabe auf fossile Brennstoffe, zu 50% an die Bevölkerung zurück verteilt wird und zu 50% für die Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs verwendet wird. Dabei muss zum einen der Preis attraktiv sein, aber auch die Anschlussverbindungen genauso wie Erschlossenheit ländlicher Gebiete. Nur so wird Zugfahren als Alternative attraktiver und die Lenkungsabgabe kann ihre Wirkung entfalten.

Mobility Pricing

Mobilität muss einen Preis haben. Denn sie verursacht Kosten – wie Umweltbelastung, Stau, Lärm, usw. Interessanterweise sind diese Kosten aber nicht immer gleich verteilt. Tendentiell gibt es Spitzenzeiten zu denen scheinbar alle Pendler gleichzeitig nach Hause wollen. Mobility oder Road Pricing kann da helfen. Mit Mobility Pricing kann die Mobilität zu Spitzenzeiten teurer gemacht werden, so dass es attraktiver wird etwas früher oder etwas später zur Arbeit zu gehen. Damit das funktioniert, müssen Arbeitnehmer aber auch flexible Arbeitszeiten haben, ansonsten können sie auf die Preissignale nicht reagieren und müssen einfach mehr zahlen. Road Pricing funktioniert ähnlich, z.B. kann man den direkten Weg durch die Stadt teurer machen, um mehr Leute dazu zu bringen, die Städte zu umfahren. Um die Sozialverträglichkeit sicher zu stellen, soll auch die Einkommenssituation der Person im Preissystem berücksichtigt werden.

Elektromobilität

Es wird immer Leute geben, die aus irgendwelchen Gründen nicht aufs Autofahren verzichten können, z.B. weil der Ort wo sie wohnen, schlicht nicht ans ÖV-Netz angeschlossen ist. Für diese Personen bietet sich die Elektromobilität als umweltfreundlichere Alternative an. Deswegen ist es wichtig, eine gute Infrastruktur für Elektroautos bereit zu stellen, z.B. genügend Ladestationen auch am Arbeitsort. Ausserdem soll der Bund, da wo er die Möglichkeit hat Einfluss zu nehmen, einen schrittweisen Umstieg von Verbrennungsmotoren auf Elektrofahrzeuge anstreben z.B. bei den Militätfahrzeugen oder auch den Bussen im öffentlichen Verkehr. Ich setze mich zudem für ein Verbot von Verbrennungsmotoren in Neuwagen ab 2025 ein.

Langsamverkehr fördern

Durch eine Förderung des Langsamverkehrs entlastet man zum einen die Strassen aber vor allem auch den öffentlichen Nahverkehr und zum anderen tut man etwas für die Gesundheit der Menschen. Der Fussverkehr und das Velofahren muss attraktiver gemacht werden. Heute muss man im Kanton Aargau als Velofarer oft 80iger-Strecken ohne Velostreifen über sich ergehen lassen. Das ist schlicht und einfach verdammt gefährlich. Aber auch in den Städten kann die Attraktivität des Velofahrens gesteigert werden. Durch durchgehende Velowege – Stichwort Veloautobahnen -, Ampeln die auf die Geschwindigkeit der Velofahrer getimet sind (nicht auf die der Autofahrer) und das Erlauben von Rechtsabbiegen bei Rot kann das Velofahren gegenüber dem Autofahren deutlich attraktiver gemacht werden.

Mobilität vermeiden

Die nachhaltigste Mobilität ist immer noch keine Mobilität. Die Menschen sollten möglichst am gleichen Ort leben wo sie auch arbeiten. Dafür braucht es zwei Dinge: Erstens Arbeitsplätze, die sich nicht nur auf die Grosstädte konzentrieren. Der Bund kann hier z.B. eigene Arbeitsplätze bewusst dezentral in kleiner Städten aufbauen. Gleichzeitig muss aber auch der Kanton Aargau als Wohnort attraktiver werden, kulturell, finanziell aber z.B. in der Kinderbetreuung. Eine weitere Möglichkeit Mobilität zu reduzieren ist Home Office oder die Arbeit in Co-Working Spaces. Durch Ermöglichung von einem Tag Home Office pro Woche und die Förderung und v.a. Bekanntmachung von Co-Working Spaces, erkennen Arbeitgeber auch attraktive Alternativen zu einem grossen Büro an einem Ort. Dadurch können Pendelzeiten und somit Mobilität reduziert werden – was am Schluss dem Klima am meisten hilft.