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Migration ist eine Bereicherung für die Schweiz, wenn wir es schaffen, gleichzeitig Integration zu fordern und Diversität zu feiern.

Wenn wir aufhören Migration als Gefahr zu sehen und stattdessen die Chancen erkennen, die sie uns bietet, werden wir als Land weiter kommen. Die ausländischen Arbeitskräfte stärken unsere Wirtschaft, die Steuerzahler unsere Finanzen, mal ganz abgesehen von der immensen kulturellen Bereicherung, die Migration mit sich bringt – das Essen, die Sprachen, die Traditionen. Wir müssen diese Unterschiede feiern statt sie zu verdammen.

Gleichzeit dürfen wir durchaus Integration auch als Forderung stellen. Wer Schweizer oder Schweizerin werden will, soll auch ein Teil dieser Gesellschaft sein und unsere Institutionen respektieren.

Drei konkrete Forderungen

  • Die Abschaffung der Mindestwohndauer in einer Gemeinde für eine Einbürgerung.

  • Die Integration von Asylsuchenden soll möglichst früh beginnen – heisst Sprachkurse ab Day One.

  • Auf Gemeindeebene sollten Ausländer nach fünf Jahren stimmberechtigt sein.

Meine Schwerpunkte in der Migrationspolitik

Vier Vorschläge zur Reform des Einbürgerungsrechts

Harmonisierung des Einbürgerungsrecht

Wer sich einbürgert wird Bürger oder Bürgerin EINER Schweiz, aber je nach Wohnort muss er ganz unterschiedliche Auflagen erfüllen. Das ist völlig unsinnig. Deswegen müssen die Bedingungen weitestgehend vereinheitlicht werden.

Mindestaufenthaltsdauer in einer Gemeinde gehört abgeschafft

Die Mindestaufenthaltsdauer in der Schweiz für eine Einbürgerung macht durchaus Sinn und darf meiner Meinung nach auch lange sein. Dass jemand aber eine Mindestaufenthaltsdauer in einer einzelnen Gemeinde erfüllen muss, wird unserer mobilen Gesellschaft nicht gerecht. Vielleicht zieht man fürs Studium in eine grosse Stadt oder kauft sich ein Häuschen im Nachbardorf. Deswegen sollte man nicht wieder bei Null anfangen müssen. Das ist einfach absurd.

Integration als Hauptkriterium für eine Einbürgerung

Integration soll das Hauptkriterium für eine Einbürgerung sein. Integration heisst aber nicht, dass man den Bäcker im Dorf beim Namen kennt oder alle drei Hügeli in der Gemeinde benennen kann – ich meine, welcher Schweizer könnte diese Fragen über seine Gemeinde beantworten? Integration heisst, die Landessprache zu sprechen, so dass man sich mit dem Rest der Bevölkerung verständigen kann, die Institutionen wie Demokratie und Rechtsstaat zu achten und Kontakte zu pflegen, auch über den eigenen kulturellen Kreis hinaus.

Einbürgerung für Secondos vereinfachen

Wer hier geboren und aufgewachsen ist, hier zur Schule gegangen ist und sein Herkunftsland nur aus den Sommerferien kennt, ist für mich auch ein Schweizer. Für solche Menschen sollte es deutlich einfacher gemacht werden, sich einbürgern zu lassen. Insbesondere die finanzielle Hürde, eine Einbürgerung kostet ungefär 2500 Franken, ist für viele junge Secondos zu hoch. Ich kenne einige Secondos, die sich eigentlich gerne Einbürgern möchten, sich das aber während der Ausbildung nicht leisten können.